Das Vermächtnis von Tschernobyl
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Das Vermächtnis von Tschernobyl
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Münster
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336 S.
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PZ 2/91*194 Der Autor ist nach Durchsicht bisher unveröffentlichter Dokumente und Berichte skeptisch gegenüber der offiziellen und meist auch allgemein akzeptierten Version des Unfallhergangs. Besonderes Augenmerk widmet er den ökologischen, landwirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen. Im Rückblick werden nochmals Einzelheiten der Geschehnisse und die folgenden Maßnahmen beschrieben. Medwedjew ist der Überzeugung, daß Fehler nicht nur von der Kraftwerksleitung gemacht wurden, "Sondern durch die Art und Weise, mit der die Kernenergie in der Sowjetunion verwaltet wird". Beweis sind ihm die seit dem Unfall vollzogenen administrativen Veränderungen, die auf bürokratisches Fehlverhalten auf hoher Ebene hindeuten. Die zum Unglück führenden Sicherheitstests waren Teil des Sichterheitsprogramms, das bereits Ende 1983 hätte durchgeführt werden müssen. Damals wurde die Sicherheit der Erfüllung des Planungsziels und den in Aussicht stehenden Prämien geopfert. Die beschriebenen Auswirkungen haben auch fünf Jahre nach dem Unglück nichts an Dramatik verloren. In der Sowjetunion werden 600 000 Menschen als signifikant strahlenbelastet eingestuft, zwei Städte und 184 Dörfer wurden evakuiert. Über die Anzahl der zusätzlichen Krebstodesfälle gibt es unterschiedliche Angaben - sie schwanken zwischen 5000 und 75 000.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Salzburg |
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