Das Unmögliche verlangen. Science fiction als kritische Utopie.
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Das Unmögliche verlangen. Science fiction als kritische Utopie.
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Hamburg
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240 S.
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PZ 4/91*549 Die Utopie als erzählerische Form entwickelte sich in Zeiten sozialen Wandels, ihre Blütezeit fällt in Epochen gesellschaftlichen Umbruchs. Utopien haben stets "Diskurs-Charakter": hier wird in Erwägung gezogen, was erreicht werden könnte und abgewogen, was erreicht worden ist. Disneyland bzw. Disneyworld scheinen das Utopie des 20. Jahrhunderts geworden zu sein; Werke wie Huxleys "Brave New World" oder Orwells "1984" gestalten die utopischen Chiffren der Hoffnung in ihrem Angriff auf dieses, sich als Utopia deklarierende, Gesellschaftssystem um. Utopie wird hier zur Dystopie - zu einer Erzählform also, die das Bild einer noch schlechteren Gesellschaft als der gerade existierenden entwirft. Moylan führt die Geschichte des Genres weiter zur Verbindung von Science-fiction und experimenteller Literatur bis hin zur kritischen Utopie. Deren Hauptmerkmal ist ihre Klarheit über die Grenzen der utopischen Tradition: "als Reißbrettentwurf wird die Utopie verworfen, als Traum dagegen bewahrt." Er weiß den Gebrauchswert der Utopie zu schätzen, zeigt am Beispiel von vier kritischen Utopien die Beziehungen zwischen oppositioneller Politik, hier v.a. der Frauenpolitik, und der utopischen Literatur. Deutlich wird, daß der gegenwärtige ideologische Kontext einerseits untersucht, andererseits unterlaufen werden kann. Fazit: Mit den Mitteln der Phantasie erkundet Science-fiction Angriffsmöglichkeiten gegen eine als unzulänglich empfundene Gegenwart
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Salzburg |
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