Klimakriege

Bezeichnung Wert
Titel
Klimakriege
Untertitel
wofür im 21. Jahrhundert getötet wird
Verfasserangabe
Harald Welzer
Medienart
Person
Verlag
Ort
Frankfurt a. M.
Jahr
Umfang
335 S.
ISBN10
3-10-089433-2
ISBN13
97831008943
Schlagwort
Annotation
Gewalt ist immer eine Option, wenn auch selten die Lösung. (GS) Der Kampf um grundlegende Ressourcen wie Wasser, Land und Nahrung ist eine Konstante der Menschheitsgeschichte. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Dürren lösen Flüchtlings- und Wanderbewegungen aus, die Spannungen zusätzlich anheizen. Der deutsche Soziologe Harald Welzer schließt daraus, dass der Klimawandel, den wir zurzeit beobachten können, derartige Konflikte vermehrt und verschärft hervorbringen wird. Und diese werden mit ziemlicher Sicherheit blutig ausgetragen werden, denn Gewalt - so Welzer - war immer schon eine Option menschlichen Handelns. Und nicht nur das: Als Soziologe kennt und beschreibt er die Mechanismen, die Menschen zu dem Schluss kommen lassen, das Töten von Mitmenschen wäre die einzig mögliche Handlungsoption. Und es finden sich immer geschäftstüchtige Warlords und machtbewusste Tyrannen, die diese irrationale und kontraproduktive Triebfeder fördern und ausnutzen. Mit sachlicher und emotionsloser Stimme zeichnet der Autor ein düsteres Bild von der Zukunft: Die EU-Staaten und Nordamerika werden die Auswirkungen des Klimawandels nicht so stark zu spüren bekommen, vor allem, weil sie die technologischen Mittel haben, sich darauf einzustellen. Die ärmsten Regionen der Welt, die von der Erderwärmung am meisten betroffen sein werden, werden wir weiterhin und verstärkt vor unserer militärisch abgesicherten Haustüre verhungern, verdursten und sich gegenseitig ermorden lassen. Harald Welzer schreibt selbst, er hofft, dass seine Prognosen nicht wahr werden. Ich auch. *bn* Lukas Schmuckermair

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