Für die Vernunft

Bezeichnung Wert
Titel
Für die Vernunft
Untertitel
wider Moralisierung und Emotionalisierung in Politik und Kirche
Verfasserangabe
Ulrich H.J. Körtner
Medienart
Sprache
Person
Auflage
1. Auflage
Verlag
Ort
Leipzig
Umfang
172 Seiten
ISBN10
3-374-04998-2
ISBN13
978-3-374-04998-1
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Für die Vernunft : Wider Moralisierung und Emotionalisierung in Politik und Kirche / von Ulrich H. J Körtner Immer schon waren die Sprache der Moral und die Emotionen, die sie zu wecken vermag, ein Mittel der Politik. Gegenwärtig greifen Moralisierung und Emotionalisierung in Politik und Gesellschaft jedoch in einem für die Demokratie bedenklichen Ausmaß um sich – auch in den Kirchen. Wie es die Aufgabe der Ethik ist, vor zu viel Moral zu warnen, so ist es die Aufgabe der Theologie, die Unterscheidung zwischen Religion und Moral bewusst zu machen – in der Sprache der reformatorischen Tradition: die Unterscheidung zwischen Gesetz und Evangelium. Sie ist das Herzstück theologischer Vernunft und fördert die politische Vernunft. Nur wenn beide in ein konstruktives Verhältnis gesetzt werden, lässt sich der Tyrannei des moralischen Imperativs in Politik und Kirche Einhalt gebieten. Der moralische Imperativ hat Hochkonjunktur. »Empört euch!«, »Entrüstet euch!«, »Entängstigt euch!« ... Sich aus hochmoralischen Gründen empören oder entrüsten zu dürfen, verschafft ein gutes Gefühl, enthält doch der moralische Imperativ die frohe Botschaft: Wir sind die Guten! Wer dagegen wie Max Weber für die Unterscheidung – nicht Trennung! – von Politik und Moral plädiert und Politik als nüchternes Handwerk, als beharrliches Bohren dicker Bretter versteht, hat in der moralisch aufgeladenen Gegenwartsstimmung einen schweren Stand. Ulrich H. J. Körtner plädiert ganz entschieden dafür, theologische und politische Vernunft wieder in ein konstruktives Verhältnis zu setzen.
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