Jenseits von Links und Rechts
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Jenseits von Links und Rechts
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| Untertitel |
Die Zukunft radikaler Demokratie
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| Verfasserangabe |
Anthony Giddens
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Frankfurt/M.
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| Jahr | |
| Umfang |
338 S.
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| ISBN10 |
3-518-40864-X
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| Fußnote |
aus dem a.d.Engl.v.Joachim Schulte
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Mit Norberto Bobbio, dem Autor des Buches "Rechts und Links" stimmt Anthony Giddens überein, daß die beiden Kategorien im Kontext emanzipatorischer Politik auch in Zukunft von Relevanz sein werden: "Die Linken bemühen sich stärker als die Rechten um eine Bekämpfung der Ungleichheit." Er macht aber deutlich, daß diese Begriffe, wenn sie die alten Problemlösungsmuster perpetuieren, die Chancen auf eine "erfinderische Politik" verbauen. Der Konservativismus sei verstrickt in den Widerspruch zwischen neoliberalem Wirtschaftskonzept, welches nichts mit "Bewahren-Wollen" zu tun habe, und dem Versuch des erneuten Rückbezugs auf Tradition, etwa im Bereich der Geschlechter. Viele Befürworter des Sozialstaats wiederum blieben dem aus ökologischen Gründen zu hinterfragenden Konzept des "Produktivismus" verhaftet und reduzierten Wohlfahrt auf finanzielle Transfers. Giddens verwehrt sich gegen die Politikabgewandtheit vieler Postmoderner, er teilt aber auch den Pessimismus vieler Linker (etwa angesichts der Globalisierung) nicht. Vielmehr spricht er mit Ulrich Beck von einer "zweiten Moderne", in der Reflexivität, Dialog und eine "Politik der Lebensführung" ins Zentrum rücken. Eine "postttraditionale Gesellschaft", in der Werte und Bezüge reflexiv hergestellt werden, berge demnach die Chance zu mehr Freiheit und Selbstbestimmung. "Erfinderische Politik" könne diese Prozesse unterstützen. Eine "Nachknappheitsordnung", die nicht mehr von Produktivismus, sondern von Produktivität bestimmt sei, ermögliche die Chance der Selbstverwirklichung in viel umfassenderer Weise als das alte Vollerwerbsideal. "Dialogische Demokratie" schließlich wird nach Giddens bestimmt von Transparenz, Reflexion und Toleranz. Sie grenze sich so ab gegen Fundamentalismen jeder Art, sie greife aber auch über die demokratischen Institutionen hinaus und rücke wiederum selbstbestimmte Lebensführung ins Blickfeld. Der Autor sieht soziale Bewegungen und Selbsthilfegruppen, aber auch jene "informelle Ökonomie" in Ländern des Südens, die auf Selbsthilfe setzt, als Vorbild für eine "alternative Entwicklung", die zugleich eine Antwort auf die ökologischen Gefahren darstelle. Giddens wendet sich schließlich noch der Frage der "Bewältigung oder Begrenzung der Gewalt" zu, wobei er dialogische Demokratie und globalen Kosmopolitismus nicht weniger als die Abkehr vom Patriarchat und militärischen Werten alspositive Trends ausmacht.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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